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Heute um 13:00 Uhr kam die erste Stunde zurück, in der alle Tests grün waren. 43 Millisekunden. Null Fehler. Zwölf von zwölf.
Es ist vorbei.
“8 Tage. 9 Stunden. 201 Stunden Vodafone-Kabel-Ausfall am Stück.”
Ich schreib das auf, bevor ich es irgendwie rationalisiere oder vergesse. Das war kein normales Netzproblem. Das war eine der auffälligsten Infrastruktur-Katastrophen, die ich in Jahren als Privatkunde erlebt habe — und ich habe Monitoring-Daten, die jede einzelne Stunde dokumentieren.
Ich dachte, der erste Ausfall wäre das Thema für ein paar Tage. Dann würde ich wieder vergessen, dass mein Internet von Vodafone kommt. So war der Plan.
Spoiler: Der Plan hat nicht funktioniert.
“Immerhin läuft’s wieder stabil.” — Ich, am 20.04., zum letzten Mal.
Zwischenstand: Zwölf ruhige Tage
Zur Einordnung: Nach dem ersten Ausfall am 07./08. April war mein Anschluss tatsächlich wieder stabil. Die Monitoring-Daten von 09.04. bis 20.04. sehen aus wie die Zeit davor — 0 Fehler, Antwortzeiten zwischen 34 und 53 Millisekunden, alles im grünen Bereich.
Dienstagmorgen, 06:00 Uhr. Kaffee läuft, ich setz mich an den Rechner — und merke: nichts geht. Kein Internet. Nicht langsam, nicht sporadisch. Einfach weg. Und das sollte so bleiben. Für die nächsten 30 Stunden.
“Kann ja mal vorkommen. Wird schon wieder.” — Ich, naiv, um 06:10 Uhr.
Die Daten lügen nicht
Ich überwache meinen Anschluss seit einer Weile mit online-Status.net, das testet regelmäßig ob mein Host erreichbar ist und protokolliert Antwortzeiten sowie Fehler pro Stunde. Normalerweise sieht das so aus: 11–14 Tests pro Stunde, 0 Fehler, Antwortzeiten zwischen 34 und 53 Millisekunden. Stabil wie ein Schweizer Uhrwerk.
Letzte Woche hab ich ungefähr 45 Minuten damit verbracht, einen System-Prompt für Claude zu schreiben. Ich wollte, dass das Modell genau meinen Schreibstil trifft, den richtigen Ton hat, meine Vorlieben kennt. Kontext hier, Kontext da, Beispiele rein, Edge Cases beschreiben. Ich war richtig stolz auf das Ergebnis.
Einen Tag später hab ich mit jemandem über ein Projekt gesprochen. Ich schätze, ich hab mir für die Erklärung drei Minuten genommen. Vielleicht auch zwei.
Ich geb’s zu: Ich habe jahrelang einfach Cloudflare Tunnels genommen. War bequem. Hat funktioniert. Und irgendwann hab ich aufgehört, darüber nachzudenken, was da eigentlich mit meinem Traffic passiert.
Dann stolperte ich über Pangolin – und plötzlich hatte ich dieses unangenehme Jucken im Hinterkopf:
„Muss das wirklich alles über Cloudflares Server laufen?”
Kurze Antwort: nein. Lange Antwort: dieser Blogpost.
Was ist Pangolin überhaupt?
Pangolin ist ein Open-Source-Projekt von Fossorial – übrigens ein YC 2025-Unternehmen, was zeigt, dass da mehr dahintersteckt als ein Wochenendprojekt. Im Kern ist es eine selbst gehostete Alternative zu Cloudflare Tunnels, die auf WireGuard basiert und gleichzeitig Reverse Proxy, VPN und Zero-Trust-Zugriffskontrolle in einem vereint.
Ich geb’s zu: Ich bin spät dran. Während der Rest der Entwicklerwelt schon seit Monaten über Claude Code redet, hab ich mir das Ding erst letztes Wochenende mal ernsthaft angeschaut. Und jetzt sitze ich hier und frage mich, warum ich so lange gewartet habe.
„Ist halt noch ein KI-Tool” – dachte ich
Mein Gedanke vorher war ungefähr so: Noch ein KI-Assistent, der mir halbgaren Code ausspuckt, den ich dann dreimal überarbeiten darf. Kenn ich. Hab ich. Brauch ich nicht.
Du willst „mal eben“ einen Container neu starten, Logs checken, kurz in die Shell – und plötzlich bist du wieder im CLI-Loop aus docker ps, docker logs -f und „Wo liegt eigentlich das Compose-File von diesem Stack?“?
Genau da fühlt sich Dockhand im Homelab ziemlich gut an: eine moderne Web-GUI für Docker, die Compose-Stacks ernst nimmt, mehrere Hosts sauber verwaltet und dir ein bisschen Alltagsschmerz abnimmt, ohne gleich zur „Plattform“ zu werden.
TL;DR
OpenClaw steht für eine neue Generation autonomer KI-Systeme mit direktem Computerzugriff.
Das verspricht enorme Effizienzgewinne – birgt aber massive Risiken.
Vollautonomie + Zugriff auf Konten, Secrets und persönliche Daten + Indirect Prompt Injections können zu stillem Kontrollverlust führen, den klassische Sicherheitsmechanismen wie Sandboxing nicht verhindern.
Der größte Feind ist dabei nicht bösartige KI, sondern blindes Vertrauen.
Skynet lässt grüßen
Künstliche Intelligenz hat längst aufgehört, ein reines Zukunftsversprechen zu sein. Sie ist da – in unseren Smartphones, in Unternehmen, in Fabrikhallen und zunehmend auch in autonomen Systemen. Mit OpenClaw steht nun ein weiteres Werkzeug im Raum, das für viele wie ein Quantensprung wirkt, für andere jedoch eher wie ein erster Schritt Richtung Skynet. Doch ist OpenClaw wirklich ein Segen – oder eher ein Fluch?
Vodafone und ich – das war lange eher so eine Beziehung nach dem Motto:
„Sie haben ein Problem? Gerne dürfen Sie es für sich behalten.“
Ich war bisher selten begeistert, wenn es um Kundenservice ging. Und dann kam heute dieser kleine Realitätsbruch.
Auslöser war die aktuelle Berichterstattung rund um den „Upload-Booster“ im Kabel-/Glasfasernetz (Vodafone spricht von deutlich mehr Upload für viele Anschlüsse). Parallel dazu stolpert man im Vodafone-Forum über jede Menge Frust von enttäuschten Kund:innen – und ich dachte mir:
Bevor ich mich da in Rage lese, frag ich einfach direkt nach.
Man erwartet es eigentlich anders: iOS-Updates sind in der Regel langweilig. Ein paar Minuten Fortschrittsbalken, ein Neustart, fertig. Genau deshalb trifft es einen umso härter, wenn genau das nicht passiert.
Das Problem: iOS 26.2 bleibt bei 98 % hängen
Mein iPhone 14 hat beim Update auf iOS 26.2 beschlossen, aus der Routine auszubrechen. Der Fortschrittsbalken lief sauber bis 98 %, kurz vor dem Ziel – und dann: Stillstand.
Keine Aktivität, keine Veränderung. Und das stundenlang.