Blog-Posts

Flugs: Zeiterfassung, wie sie eigentlich immer hätte sein sollen
Lesezeit: 4 Minuten

Ich geb’s zu: Ich hab schon mit gefühlt zehn Zeiterfassungs-Apps rumexperimentiert. Die meisten scheitern an denselben zwei Dingen — entweder sie wollen ein Abo für eine Funktion, die eigentlich ein Button sein sollte, oder sie schicken meine Arbeitszeiten quer durchs Internet zu irgendeinem Server, den ich nie zu Gesicht bekomme. Und dann kommt Flugs um die Ecke und macht einfach… alles richtig.

Kein Abo. Keine Daten. Kein Server. Fühlt sich fast verdächtig an.

KI ist kein Buzzword-Bingo: Warum 'macht die Konkurrenz auch' kein Grund ist
Lesezeit: 4 Minuten

Ich geb’s zu: Ich mag KI-Tools. Ich nutze sie täglich, ich lass mir von ihnen Code schreiben, ich generiere mit ihnen Bilder auf dem Mac. Aber genau deswegen kriege ich in letzter Zeit regelmäßig Zahnschmerzen, wenn ich sehe, wie viele Firmen KI in Produkte reinklatschen, weil irgendwer im Marketing-Meeting “Boah, das wäre doch mal innovativ” gesagt hat – und niemand im Raum den Mut hatte, “und was ist mit Missbrauch?” zu fragen.

wp2shell: Wie ein Tag Vorsprung über Kompromittierung entscheidet
Lesezeit: 4 Minuten

Ich geb’s zu: Als die Meldung über die neue kritische WordPress-Lücke reinkam, hab ich erstmal kurz geschluckt. Nicht wegen der Lücke selbst – die kommen und gehen –, sondern wegen des Datums. Ich hatte am 17.07. gepatcht. Die ersten Exploit-Versuche liefen laut meinen Logs am 18.07. an.

Ein Tag. Das war’s.

Hätte ich das Update aufgeschoben – “mach ich nächste Woche, ist ja nur ein Blog” – wäre ich vermutlich mit dabei gewesen.

Vodafone April 2026: Abschlussbericht nach 201 Stunden
Lesezeit: 4 Minuten

Heute um 13:00 Uhr kam die erste Stunde zurück, in der alle Tests grün waren. 43 Millisekunden. Null Fehler. Zwölf von zwölf.

Es ist vorbei.

“8 Tage. 9 Stunden. 201 Stunden Vodafone-Kabel-Ausfall am Stück.”

Ich schreib das auf, bevor ich es irgendwie rationalisiere oder vergesse. Das war kein normales Netzproblem. Das war eine der auffälligsten Infrastruktur-Katastrophen, die ich in Jahren als Privatkunde erlebt habe — und ich habe Monitoring-Daten, die jede einzelne Stunde dokumentieren.

Vodafone: Runde zwei. Und die ist schlimmer.
Lesezeit: 4 Minuten

Ich dachte, der erste Ausfall wäre das Thema für ein paar Tage. Dann würde ich wieder vergessen, dass mein Internet von Vodafone kommt. So war der Plan.

Spoiler: Der Plan hat nicht funktioniert.

“Immerhin läuft’s wieder stabil.” — Ich, am 20.04., zum letzten Mal.


Zwischenstand: Zwölf ruhige Tage

Zur Einordnung: Nach dem ersten Ausfall am 07./08. April war mein Anschluss tatsächlich wieder stabil. Die Monitoring-Daten von 09.04. bis 20.04. sehen aus wie die Zeit davor — 0 Fehler, Antwortzeiten zwischen 34 und 53 Millisekunden, alles im grünen Bereich.

30 Stunden offline: Vodafones Kabelausfall und das Support-Chaos danach
Lesezeit: 4 Minuten

Dienstagmorgen, 06:00 Uhr. Kaffee läuft, ich setz mich an den Rechner — und merke: nichts geht. Kein Internet. Nicht langsam, nicht sporadisch. Einfach weg. Und das sollte so bleiben. Für die nächsten 30 Stunden.

“Kann ja mal vorkommen. Wird schon wieder.” — Ich, naiv, um 06:10 Uhr.


Die Daten lügen nicht

Ich überwache meinen Anschluss seit einer Weile mit online-Status.net, das testet regelmäßig ob mein Host erreichbar ist und protokolliert Antwortzeiten sowie Fehler pro Stunde. Normalerweise sieht das so aus: 11–14 Tests pro Stunde, 0 Fehler, Antwortzeiten zwischen 34 und 53 Millisekunden. Stabil wie ein Schweizer Uhrwerk.

Wir prompten die KI perfekt – und reden mit Menschen wie Trottel
Lesezeit: 4 Minuten

Letzte Woche hab ich ungefähr 45 Minuten damit verbracht, einen System-Prompt für Claude zu schreiben. Ich wollte, dass das Modell genau meinen Schreibstil trifft, den richtigen Ton hat, meine Vorlieben kennt. Kontext hier, Kontext da, Beispiele rein, Edge Cases beschreiben. Ich war richtig stolz auf das Ergebnis.

Einen Tag später hab ich mit jemandem über ein Projekt gesprochen. Ich schätze, ich hab mir für die Erklärung drei Minuten genommen. Vielleicht auch zwei.

Pangolin – Cloudflare Tunnel und mehr, selbst gehosted
Lesezeit: 6 Minuten

Ich geb’s zu: Ich habe jahrelang einfach Cloudflare Tunnels genommen. War bequem. Hat funktioniert. Und irgendwann hab ich aufgehört, darüber nachzudenken, was da eigentlich mit meinem Traffic passiert.

Dann stolperte ich über Pangolin – und plötzlich hatte ich dieses unangenehme Jucken im Hinterkopf:

„Muss das wirklich alles über Cloudflares Server laufen?”

Kurze Antwort: nein. Lange Antwort: dieser Blogpost.

Was ist Pangolin überhaupt?

Pangolin ist ein Open-Source-Projekt von Fossorial – übrigens ein YC 2025-Unternehmen, was zeigt, dass da mehr dahintersteckt als ein Wochenendprojekt. Im Kern ist es eine selbst gehostete Alternative zu Cloudflare Tunnels, die auf WireGuard basiert und gleichzeitig Reverse Proxy, VPN und Zero-Trust-Zugriffskontrolle in einem vereint.

Claude Code – mein neuer „bester Kumpel”
Lesezeit: 6 Minuten

Ich geb’s zu: Ich bin spät dran. Während der Rest der Entwicklerwelt schon seit Monaten über Claude Code redet, hab ich mir das Ding erst letztes Wochenende mal ernsthaft angeschaut. Und jetzt sitze ich hier und frage mich, warum ich so lange gewartet habe.

„Ist halt noch ein KI-Tool” – dachte ich

Mein Gedanke vorher war ungefähr so: Noch ein KI-Assistent, der mir halbgaren Code ausspuckt, den ich dann dreimal überarbeiten darf. Kenn ich. Hab ich. Brauch ich nicht.

Dockhand: Docker-Management im Homelab, ohne CLI-Gymnastik
Lesezeit: 4 Minuten

Du willst „mal eben“ einen Container neu starten, Logs checken, kurz in die Shell – und plötzlich bist du wieder im CLI-Loop aus docker ps, docker logs -f und „Wo liegt eigentlich das Compose-File von diesem Stack?“?

Genau da fühlt sich Dockhand im Homelab ziemlich gut an: eine moderne Web-GUI für Docker, die Compose-Stacks ernst nimmt, mehrere Hosts sauber verwaltet und dir ein bisschen Alltagsschmerz abnimmt, ohne gleich zur „Plattform“ zu werden.