Flux: Zeiterfassung, wie sie eigentlich immer hätte sein sollen
Eine iOS-App, die Zeit erfasst, keine Daten sammelt, kein Abo will und trotzdem alles richtig macht — klingt nach Satire, ist aber Flux.
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- #IOS #Produktivität #App-Review #Datenschutz #Zeiterfassung
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Ich geb’s zu: Ich hab schon mit gefühlt zehn Zeiterfassungs-Apps rumexperimentiert. Die meisten scheitern an denselben zwei Dingen — entweder sie wollen ein Abo für eine Funktion, die eigentlich ein Button sein sollte, oder sie schicken meine Arbeitszeiten quer durchs Internet zu irgendeinem Server, den ich nie zu Gesicht bekomme. Und dann kommt Flux um die Ecke und macht einfach… alles richtig.
Kein Abo. Keine Daten. Kein Server. Fühlt sich fast verdächtig an.
Aufmerksam geworden bin ich über dieses Video , das die App ziemlich gut zeigt:
Was die App eigentlich macht
Im Kern ist Flux genau das, was der Name verspricht: Zeit erfassen, Start und Stopp, fertig. Aber die Details machen den Unterschied.
Erfassen kannst du direkt in der App, vom Homescreen aus, oder über den Action Button des iPhones — mit der Option „Zeit umschalten" wird der Button quasi zum Generalschalter fürs Starten und Stoppen. Kein Umweg über drei Menüs, kein Wisch-Ballett. Und während die Zeit läuft, siehst du sie als Live-Aktivität direkt auf dem Sperrbildschirm. Muss man die App gar nicht erst öffnen.
Für alle, die gerne den Überblick behalten wollen, ohne extra nachzurechnen, gibt’s ein Tagesziel in Stunden, dazu einen Verlaufsbalken und eine Wochenstatistik mit roten und grünen Markierungen plus gestrichelter Linie fürs Ziel. Man sieht auf einen Blick, ob man im Soll ist oder hinterherhinkt. Und weil nicht jeder Montag bis Freitag gleich arbeitet, lässt sich die Wochenstatistik anpassen — einzelne Wochentage oder das Wochenende lassen sich ein- und ausblenden.
Einträge lassen sich im Nachhinein bearbeiten, löschen oder für vergangene Tage nachtragen, und man kann sie benennen, um verschiedene Aufgaben auseinanderzuhalten. Alles synct automatisch über iCloud — kein Datenverlust bei Neuinstallation, Übertragung aufs iPad oder den Mac inklusive. Wer die Daten weiterverarbeiten will, exportiert sie als CSV und wirft sie in Numbers oder Excel. Und wenn du gerade mal nicht hinschaust, meldet sich die App per lokaler Push-Nachricht bei 50 % und 100 % deines Tagesziels.
Für die Nerds unter uns: Flux bringt App Intents mit, lässt sich also in iOS-Kurzbefehle einbauen — und ja, auch über NFC-Tags steuern. Klebst dir einen Tag auf den Schreibtisch, tippst dein Handy dran, Zeiterfassung läuft. Sowas mag ich.
Der Teil, der mich wirklich überzeugt hat
Ich könnte jetzt einfach die Funktionsliste weiter runterrattern, aber ehrlich: Funktionen haben andere Apps auch. Was Flux von der Konkurrenz abhebt, ist das Geschäftsmodell — oder eher der Verzicht darauf. Einmalzahlung, bei mir waren’s 1,99 €, und alle zukünftigen Updates sind drin. Kein Abo, keine versteckten Kosten, kein “Pro-Version freischalten für 4,99 € im Monat”-Genöle.
Dazu kommt der Datenschutz, und zwar nicht als Marketing-Floskel, sondern tatsächlich umgesetzt: Es werden keinerlei Daten gesammelt, keine Analyse-Tools, keine Werbe-SDKs, kein Tracking von Drittanbietern. Die komplette Logik läuft lokal auf dem Gerät, inklusive der Benachrichtigungen — es ist schlicht kein Server involviert. Das merkt man auch an der App selbst: Sie ist schlank und ressourcenschonend, weil eben keine Tracking- oder Werbebibliotheken mitgeschleppt werden müssen.
Und dann ist da noch der Entwickler selbst. Malte reagiert tatsächlich auf Feature-Requests — nicht mit einer automatischen “Danke für dein Feedback”-Mail, sondern er nimmt Ideen ernst und baut sie auch ein. Sowas ist bei Solo-Entwicklern selten genug, dass es erwähnenswert ist.
Ehrlich gesagt: Nachteile?
Ganz ohne geht’s natürlich nicht. Die App ist iOS-only — wer Android nutzt oder plattformübergreifend arbeitet, schaut in die Röhre. Und wenn du mehrere Projekte oder Kunden gleichzeitig trackst und dafür eine ausgefeilte Kategorisierung mit Kostenstellen brauchst, ist Flux vermutlich zu minimalistisch gedacht — die App will bewusst simpel bleiben, nicht zum Projekt-Management-Tool mutieren.
Fazit
Kurzer Disclaimer, bevor’s zu Ende geht: Niemand hat mich für diesen Post bezahlt, es gibt keinen Affiliate-Link und ich kenne Malte nicht persönlich. Ich schreib das hier einfach, weil mich die App wirklich begeistert — und weil man sowas auch mal sagen darf, ohne dass gleich eine Kooperation dahintersteckt.
Flux macht nichts, was technisch spektakulär wäre — Zeit starten, Zeit stoppen, Statistik anzeigen, das kann im Prinzip jede App. Aber die Kombination aus konsequentem Datenschutz, einem fairen Preismodell und einem Entwickler, der tatsächlich zuhört, macht für mich den Unterschied. Für 1,99 € einmalig bekommt man eine App, die genau das tut, was sie soll — nicht mehr, aber auch nicht weniger. Klare Empfehlung, wenn du auf iOS unterwegs bist.
Bleibt neugierig, Alex