Vodafone-Kundenservice per WhatsApp: Plot-Twist des Jahres

Eigentlich war ich skeptisch – aber der Vodafone-WhatsApp-Support hat mich beim Tarifwechsel und Upload-Upgrade positiv überrascht.

Vodafone und ich – das war lange eher so eine Beziehung nach dem Motto:
„Sie haben ein Problem? Gerne dürfen Sie es für sich behalten.“

Ich war bisher selten begeistert, wenn es um Kundenservice ging. Und dann kam heute dieser kleine Realitätsbruch.

Auslöser war die aktuelle Berichterstattung rund um den „Upload-Booster“ im Kabel-/Glasfasernetz (Vodafone spricht von deutlich mehr Upload für viele Anschlüsse). Parallel dazu stolpert man im Vodafone-Forum über jede Menge Frust von enttäuschten Kund:innen – und ich dachte mir:
Bevor ich mich da in Rage lese, frag ich einfach direkt nach.

Also WhatsApp-Kundensupport aufgemacht. Erwartungshaltung irgendwo zwischen „Warteschleife mit Tippgeräuschen“ und „Bitte starten Sie ihren Router neu“.

Und dann: positiv überrascht.


Der Kontakt: freundlich, schnell, lösungsorientiert

Ich hatte eine simple Frage:

„Kann ich mit meinem Tarif auch die 75 MBit Upload bekommen?“

Die Antwort war nicht „Vielleicht, irgendwann, wenn Merkur rückläufig ist“, sondern:
zack – Angebot da. Verständlich erklärt, ohne Theater, ohne Passiv-Aggressiv.

Ja, es kostet etwas mehr.
Aber: deutlich weniger als erwartet. Und vor allem: keine Diskussion, kein „das geht nicht“, kein Rumgestochere im Nebel.

Der einzige Haken: 3,99 € Miete für die Vodafone Station

Ein kleiner Wermutstropfen blieb:
Mit dem neuen Tarif werden plötzlich 3,99 € Miete für die vorher kostenlose Vodafone Station fällig.

Jetzt kommt der Teil, in dem ich ganz ehrlich sein muss:
Die Vodafone Station steht bei mir sowieso eher im Modus „Deko mit Kabelanschluss“, weil da schon seit Ewigkeiten eine private FRITZ!Box 6690 das Sagen hat.

Dafür jetzt aber schwarz auf weiß in der Vertragszusammenfassung die Position: „Öffentliche IPv4 Adresse“.

Sprich: emotionaler Schaden überschaubar.


Umsetzung: Bestätigung per Mail → sofort aktiv

Nach meiner Bestätigung kam eine Mail – und der neue Tarif wurde direkt freigeschaltet.

Meine FRITZ!Box hat kurz eine neue Provisionierung gezogen, war einen Moment offline (klassischer „Na super…“-Moment) und danach:

  • Upload vorher: ~52 MBit
  • Upload nachher: ~80 MBit

Ja, 80. Nicht „bis zu“, nicht „theoretisch“, sondern praktisch bei mir im Speedtest.

speedtest-tracker:

speedtest-go:

    speedtest-go v1.7.10 (git-1395781) @showwin

✓ ISP: (Vodafone Germany)
✓ Found 20 Public Servers

✓ Test Server: [67618] 112.55km Rietberg (Germany) by Stadtwerke Soest GmbH
✓ Latency: 12.457077ms Jitter: 843.864µs Min: 10.665412ms Max: 13.889973ms
✓ Packet Loss Analyzer: Running in background (<= 30 Secs)
✓ Download: 916.15 Mbps (Used: 1151.14MB) (Latency: 31ms Jitter: 10ms Min: 12ms Max: 45ms)
✓ Upload: 80.96 Mbps (Used: 104.38MB) (Latency: 9ms Jitter: 4ms Min: 7ms Max: 18ms)
✓ Packet Loss: 0.37% (Sent: 267/Dup: 0/Max: 267)

Fazit: So kann’s auch gehen

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das mal über den Vodafone-Kundenservice schreibe, aber:
Das war richtig gut.

Freundlich. Schnell. Transparent. Und das Ergebnis ist messbar – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn Vodafone das Niveau hält (oder sogar ausbaut), dann sage ich ganz unironisch:
weiter so. Genau so.